GERDA TOBLER             KUNST           YOGA           
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Sofie Honig
 
 

Sofie Honig ist ein reiner Zufall. Wir 'begegneten' uns im Januar 2010 auf dem jüdischen Friedhof von Worms (D), das heisst, sie war in Stein gemeisselt (1845 - 1924). Ihr Name hat mich sofort bezaubert und sich in der Folge als idealer Name für mein Alter Ego entpuppt. Sofie Honig ist mehr als nur meine aktionistische Kunstfigur; sie steht zugleich für die, die ich schon immer werden wollte. Mit ihr zusammen kann ich mich mutiger, spielerischer und zugleich aktiver den grossen Fragen unserer Zeit sowie den erneut hochaktuellen Themen 'meiner' 68er-Initiative annähern, die von der Fülle ausgeht und nicht vom Mangel (der von uns Menschen geschaffen wird). Und erst recht nicht vom weltweit propagierten Sparzwang, der ja vor allem das bedeutet: immer weniger für die 99 % - immer mehr für die (super)reichen 1 %.

Es hat genug für alle. Als Sofie Honig vertraue ich voll und ganz dem menschlich-schöpferischen Potenzial, unserem wahren Kapital, das sich endlich auf vielfältigste Weise entfalten möchte. Zum Nutzen aller. Sofie Honig beflügelt mich mit der Vision, dass wir jetzt unterwegs sind zu einem neuen Bewusstsein, das uns weltweit wahrnehmen lässt als eine globale, universale Lebens- und Schicksalsgemeinschaft. Eine Vision, die uns alle zu sozialen PlastikerInnen macht. Die uns zuwinkt mit der Möglichkeit einer neuen, heiterhellen Wirklichkeit, die sich von der heutigen radikal unterscheidet.

Mit den ersten drei Aktionen - alle im Rahmen meines Studiums und der darauf gründenden Masterthesis (s. PDF) - erkundete ich, ob ein von Existenzangst befreites Leben, ermöglicht durch ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle, überhaupt vorstellbar ist. Und was dies für das eigene Leben und Arbeiten verändern würde. Seit Oktober 2011 bin ich mit Sofie Honig auch im Umfeld der OccupyParadeplatz-Bewegung unterwegs. Im November 2011 agierte ich erstmals in einem reinen Kunstkontext (Tagesschau 2011).

Die MEMOs sind Protokollskizzen von Gesprächen, die während den Aktionen stattfinden. Die MEMO-Sammlung ist in der Mitte dieser Seite platziert..

 

1. Aktion: Sofie Honig im REX (Was macht Sie reich?)

m Rahmen der Ausstellung reich! (23.9. - 8.10.2010 im Luzerner Sozialdienst Sozialinfo REX) agierte ich erstmals während drei Wochen als Sofie Honig und lud meine Gegenüber ein, ihr Leben und Arbeiten in ihren teilweise sehr prekären Situationen neu denken und gar träumen zu wagen.


 
 


Die Gespräche wurden von den 3 Fragen* flankiert (s. rote Tafel) und fanden entweder im InfoRaum vom REX oder draussen im Hof in der eigens dafür von mir aufgestellten Luftseilbahn-Gondel statt. Als Dank und zur Erinnerung an das Gespräch erstellte ich für meine Interview-PartnerInnen jeweils ein Kurzprotokoll (als eine Art 'Knopf im Taschentuch') . Eine Kopie gelangte in die ad-hoc-Ausstellung an der Rückwand.

Für den 7. Oktober lud ich ausserdem (v.l.n.r.) Dr. Jair Stern (für Neustart Schweiz und Transition Town Movement, Scientific Researcher ETH), Albert Jörimann (für das bedingungslose Grundeinkommen, Präsident Basic Income Earth Network - Schweiz), Martin Flüeler (für die 68er-Initiative, Ingenieurkünstler, Initiator vom TüftelLabor in Zürich) und Nadine Wietlisbacher (Moderation, Künstlerin/Galeristin) zu einer öffentlichen Gesprächsrunde ein.

* Die 3 Fragen::
(Anmerkung zur 2. Frage: Arbeit wurde hier definiert als Tätigkeit, die mann oder frau wirklich gerne macht. Sei es, weil er oder sie diese gut kann. Oder weil sie wichtig und sinnvoll sind, für einen selbst und/oder für andere.)

 
 


 

 

 

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2. Aktion: Sofie Honig im FabLab (Die Sehnsucht in Arbeit verwandeln.)

Das FabLab Luzern ist ein Projekt des interdisziplinären Schwerpunkts Creative Living Lab (CreaLab) der Hochschule Luzern. Da ich während meines 3. Studiensemesters am Aufbau des CreaLabs ein kleines Stück mitwirkte, war ich eingeladen, zur Eröffnung des FabLabs für ein paar Stunden als Sofie Honig in Aktion zu gehen (26.2.2011). Meine GesprächspartnerInnen waren allesamt gut situiert und meist akademisch gebildet.


 
 

 

 

3. Aktion: Sofie Honig im Kiosk: (Was ist ein gutes Leben?)

Im Rahmen der Werkschau Design & Kunst der HSLU trat ich nochmals in Luzern in Aktion (25.6. - 3.7.2011). Dies war zugleich der Abschluss meines Masterstudiums: Im Schützenhaus-Kiosk in Luzern-Littau sprach ich einmal mehr mit (mehrheitlich randständigen) Menschen über ihre Wünsche, Träume und Vorstellungen von einem existenzangstbefreiten Leben, ermöglicht durch ein bedingungsloses Grundeinkommen.


 
 

 

 

 

 

 

 

 

Plakate für den täglichen Zeitschriften-Aushang
(Das Plakat Nr. 6 trägt den Titel der Kulturlandsgemeinde 2011 von Appenzell Ausserrhoden - mit freundlicher Gemehmigung der Kulturministerin)



     
 

Die MEMOs...
... aller Aktionen sind fortlaufend nummeriert. Sie entstehen jeweils unmittelbar nach den Gesprächen und werden im Original als eine Art 'Knopf im Taschentuch' den Beteiligten mitgegeben (eine Kopie bleibt bei mir).
Einige Zeichnungen/Symbole der Rex-Memos 1 - 38 sowie 46 - 57 (Kios-Memos) fertigte ich auf Wunsch meiner GesprächspartnerInnen an. Die meisten entstanden jedoch spontan nach meinem Gutdünken.
Während der FabLab-Aktion (Memos 39 - 45) stellte ich eine grosse Wandtafel für eigene Einträge zur Verfügung.
In den Tagesschau-Gesprächen (Memos 57 - 63) hatten die GesprächteilnehmerInnen die Möglichkeit, eigene, spontane Farbskizzen zu malen/gestalten oder aber mich anhand eines von ihnen ausgewählten Klecksbildes aus meinem Fundus mit ihren eigenen Assoziationen zur Konkretisierung ihres Bildes lotsen.
An meinen Strassenaktionen verteile ich vorderhand nur Flyer, von den etlichen, spannenden (undvereinzelt auch spannungsgeladenen) Gesprächen mit PassantInnen (und natürlich auch mit den Bewegten) gibt es keine Memos - dazu ist es zu unruhig und zu umständlich.

 

 
 

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4. Sofie Honig unterwegs (Occupy Paradeplatz)

Weltweit begeben sich Menschen auf die Strasse, also auch ich. 'Menschen retten statt Banken' ist eines der vielen Losungsworte, und 'Occupy Your Hearts'. Unterwegs mit der Herzensfrage 'Was würden Sie arbeiten WOLLEN, wenn Sie nicht MÜSSTEN' komme ich mit vielerlei Menschen ins Gespräch. Für 2012 plane ich, eine leichtes Gesprächs-, Info- und AusstellungsMobil zu bauen, um an allen möglichen Orten agieren zu können.

 
 

 

 

 

5. TagesSchau 2011

Viel Arbeit für zwei intensive Aktionstage am Kunstevent vom Zürcher Oberland.